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TONAUFNAHMEN

Jeden monatsletzten Sonntag werden im Spielraum für Alle FRAGEN DER PRAKTISCHEN LEBENSFÜHRUNG im Rahmen einer Podiumsdiskussion erörtert. Denn der Blick auf unsere soziale Umwelt offenbart eine Vielzahl von Fragen: Weshalb stoßen wir auf augenscheinliche Widersprüche zwischen gesellschaftlich Verbürgtem und individuell für wichtig Gehaltenem? Welche Möglichkeiten bieten sich der oder dem Einzelnen überhaupt, sich der Gemeinschaft anzuschließen oder zu verweigern, und mit welchem Recht lassen sie sich erwägen?

Solche und ähnliche Fragen rund um INDIVIDUELLE LEBENSENTWÜRFE und ihre REALISIERBARKEIT IM GESELLSCHAFTLICHEN KONTEXT stehen im Zentrum der Veranstaltungsreihe, um mit geladenen Gästen erörtert und diskutiert zu werden. Besprochen sollen dabei alle Themen werden, die direkten oder indirekten Einfluss auf unser Leben haben, so dass am Ende ein Potpourri aus philosophischen und sozialpolitischen Themen auf dem Tisch steht. Das Format erhebt so nicht nur einen fragenden, sondern auch einen gestaltenden Anspruch. Für die Moderation zeichnen Patrick Huemer und Maaß Clemens verantwortlich; Audiotechnik und -schnitt obliegen Peter Mössner und Heinrich Pan; für PR-bezogene Tätigkeiten danken wir David Prieth und Leonie Schickedanz.

Alle Diskussionsveranstaltungen werden hier unbearbeitet in voller Länge archiviert und können auf diese Weise abgerufen werden. Nach ihrer Ausstrahlung auf freirad.at werden sie zudem in gekürzter und editierter Form angeboten.

Für Fragen oder andere Anliegen schreibe bitte eine Email an: wiewirlebenwollen@derspielraum.com

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Termin 1: Vom gelungenen Leben. Die Frage nach dem Sinn und den Handlungsspielräumen der Gegenwartsgesellschaft.

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30|10|16 Für den ersten Termin der Veranstaltungsreihe konnten wir die Psychologin Tatjana Schnell von der Universität Innsbruck gewinnen. Sie präsentierte Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit im Bereich der empirischen Sinnforschung, um eine psychologische Perspektive auf die Frage nach dem „gelungenen Leben“ zu geben. So etwa, was entscheidende Faktoren sind, damit Menschen ihr Leben als sinnerfüllt wahrnehmen, oder wie das Empfinden von Sinn mit einem Empfinden von Glück einher geht.

In der anschließenden Diskussion wurden zentrale Punkte vertieft und mit Gesichtspunkten anderer Paradigmen konfrontiert. Hierzu luden wir Ekkehard Hey-Ehrl (Liber Wiederin) ein, der sich unter anderem für größere gesellschaftliche Zusammenhänge interessierte und die Sinnfrage unter Ideologieverdacht stellte.

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Termin 2: Abseits des Etablierten. Versuche einer
selbstbestimmten Lebenspraxis

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27|11|16 Ganz im Sinne der praktischen Lebensführung wurden beim 2. Termin Initiativen, Projekte und ähnliches vorgestellt, die sich auf die eine oder andere Weise „abseits des Etablierten“ bewegen, um ihrer persönlichen Vorstellung vom richtigen Arbeiten, Wohnen, Leben (…) nachzugehen. Die Einleitung übernahm diesmal David Prieth (Bäckerei), der Vorhandensein und Ausrichtung von in Innsbruck und Umgebung beheimateten Initiativen dieser Art erläuterte.

Zur Diskussion waren Oliver Coutinho (Ort des Schenkens u.a.), Philipp Engel (Die Brennessel, habiTAT) und Christoph Grud (Die Bäckerei u.a.) eingeladen, um aus erster Hand von Möglichkeiten, Resultaten und Absichten ihrer Initiativen zu berichten.

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Termin 3: Mediale Redlichkeit. Wahrheitsstreben und
suggestive Berichterstattung.

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08|01|17 Thematisch haben wir diesmal unter dem Titel „Mediale Redlichkeit. Wahrheitsstreben und suggestive Berichterstattung.“ Dynamiken der medialen Berichterstattung beleuchtet. Wir konnten hierzu mehrere interessante Diskutanten_innen gewinnen, die sich theoretisch und praktisch mit dem Pressewesen auseinandersetzen bzw. selbst journalistisch tätig sind.

Matthias Sauermann etwa hat als Außenpolitik-Redakteur der Tiroler Tageszeitung den US-Wahlkampf intensiv begleitet. Andreas Wiesinger und Marianne Franz (beide von der Universität Innsbruck) haben als Medienwissenschaftler bzw. Diskurslinguisten das mediale Framing unterschiedlicher Themenkomplexe in der Tagespresse erforscht. Petra Missomelius, die den Impulsvortrag hielt, lehrt und forscht an der Universität Innsbruck zu Medienpädagogik und Kommunikationskultur.

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Mit freundlicher Genehmigung von Frau Petra Missomelius können wir überdies die Präsentationsfolien des Impulsvortrags anbieten.

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Termin 4: Alternative Versorgung. Handlungsspielräume für
eine bewusste Ernährung.

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26|02|17 Bei diesem Termin beschäftigten wir uns – ähnlich wie beim zweiten Termin („Abseits des Etablierten“) – mit konkreten Initiativen, das Handlungsfeld jenseits des institutionell oder gewohnheitsmäßig Fixierten zu erweitern. Wir haben drei Diskutanten_innen eingeladen, die sich in unterschiedlichen Projekten engagieren (bzw. dieselben leiten), die um gesunde nachhaltige Ernährung kreisen.

Claudia Sacher ist eine der Gründerinnen des „feld Verein“, Marcell Schrittwieser vertritt die 2014 in Innsbruck gegründete „FoodCoop“ und Ivo Ragogna ist Chef des hiesigen Gemeinschaftsgartens – drei unterschiedliche Initiativen, der Konsum- und Wegwerfgesellschaft entgegenzutreten und Alternativen zu versuchen. Die Projekte wurden vorgestellt und daraufhin befragt, welche Überlegungen dahinter stehen sowie ob sie ein realistisches Gegenangebot darstellen können.

Termin 5:  Engagierte Kunst? Zum gestalterischen Potential
von Kunst in der Gegenwartsgesellschaft.

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26|03|17 Diesmal wollten wir das gestalterische Potential von (insbesondere popkultureller, oder sagen wir: nicht ausschließlich elitärer) Kunst erörtern und der Frage nachgehen, wann der Konsum von Kunst individueller Müßiggang, wann Ausdruck politischer/moralischer/etc. Bestrebungen und wann beides (oder etwas ganz anderes) ist.

Den Impulsvortrag hielt diesmal Univ.-Prof. Helmut Staubmann von der Universität Innsbruck, der eine Präsentation zu den „Rolling Stones“ aus soziologischer Perspektive vorbereitet hatte. Zu den Diskutantinnen zählten Verena Rauch von den „columbosnext“ und Anna Rottensteiner vom „Literaturhaus am Inn“, die auch selbst als Autorin tätig ist. Darüber hinaus war Baiba Dēķena so nett, als Singer-Songwriterin für musikalische Einstimmung zu sorgen.

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Für die Fotos sind wir Alena Klinger zu Dank verpflichtet: Homepage.

Termin 6: Zentrum und Peripherie. Vom Zusammenhang von Raum und Gesellschaft im Kulturbetrieb.

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28|05|17 Zieht man jüngere richtungsweisende politische Entscheidungen (Brexit, Präsidentschaftswahl in Österreich) heran, so zeigt sich eine deutliche Kluft zwischen den städtischen Ballungszentren und dem ländlichen Raum. Bei diesem Termin wollten wir darüber nachdenken, welche Tendenzen jenseits der klassischen politikwissenschaftlichen oder soziologischen Perspektive (Wohlstandsgefälle, Globalisierungsverlierer) erkennbar sind, und haben uns gefragt, ob sich dieses Auseinanderdriften auch im Bereich der Kulturarbeit beobachten lässt. Sind in unserer vernetzten Welt, in der räumliche Distanz oftmals keine Rolle mehr zu spielen scheint, die 20 Kilometer zwischen Innsbruck und Telfs, zwischen München und Schwabing zur neuen Barriere geworden? Unsere Diskutanten traten insgesamt dafür ein, Unterschiede nicht überzubetonen.

Eingeladen waren diesmal Marc Deiser, Gemeinderat in Grinzens und Mitbegründer des dortigen „Jugendraums“, Michael Haupt, der nicht nur im „TKI“ und der „Initiative Minderheiten“ tätig ist, sondern auch im „Kulturverein Inzing“, bei „Freirad“ und anderen, Tobias Töpfer vom Institut für Geographie der Universität Innsbruck und Philipp Wastian, Obmann der „Alternativen Kulturwerkstadt“ (AKW) in Schwaz.

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Für die Fotos sind wir Alena Klinger zu Dank verpflichtet: Homepage.

Termin 7: Wirtschaftsgeschichtliche Perspektive: Die Schere
zwischen globalem Norden und Süden.

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25|06|17 Das enorme ökonomische Gefälle zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden ist das dominante weltpolitische Thema unserer Zeit. Die Folgen sind verheerend; in manchen Subsahara-Regionen liegt die durchschnittliche Lebenserwartung lediglich bei der Hälfte derer von Industriestaaten, die politische Situation ist zumeist instabil und Herd von Bürgerkriegsszenarien. Aber auch aufstrebende Staaten, etwa in Südostasien, scheinen seit Jahren nicht fähig, aus der zweiten Reihe hervorzutreten. Mehr und mehr etabliert sich das Gefühl, dass es nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit ist, sondern dass auch eine Vielzahl der Herausforderungen unserer Hemisphäre damit verknüpft sind. Vom Klimawandel über die Migrationsthematik, so scheint es, wird es keine Lösungen geben, wenn damit nicht zugleich eine ökonomische Annäherung verbunden ist. Die Einzelne bleibt aber zumeist nur ratlos zurück, über den Erwerb von Fair-Trade-Produkten hinaus scheint sich der Handlungsspielraum zu erschöpfen.

Für einen Impulsvortrag haben wir Andreas Exenberger vom Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und -geschichte gewinnen können, dessen Forschungsschwerpunkt den umrissenen Themenbereich sehr schön abdeckt. Als zweiten Teilnehmer durften wir Fernando Ruiz Peyré von der Humangeographie begrüßen, der sich unter anderem mit Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsforschung beschäftigt.


Sondertermin: Diskussion zur Nationalratswahl 2017

WWLW zur Wahl

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08|10|17 Selten, so scheint es, waren derart viele Wählerinnen und Wähler so kurz vor einer Nationalratswahl unentschlossen – wenn nicht gar überfordert. Wen gilt es zu unterstützen, was gilt es zu verhindern? Wo soll sich Österreich in den kommenden Jahren hin entwickeln? Die außen- und innenpolitische Situation ist unübersichtlich, die bevorstehende Wahl scheint richtungsweisend, allerdings drängt sich der Eindruck auf, dass in der öffentlichen Debatte vielfach Nebenschauplätze der politischen Diskussion im Fokus stehen. Wir luden zu einem Sondertermin in den Spielraum für Alle.

Die demoskopisch relevanten Parteien wurden angehalten, eine Kurzpräsentation zur Frage „Wie würde unsere Gesellschaft im Jahr 2050 aussehen, wenn es nach uns ginge?“ zu geben. Die Idee dahinter war, abseits von politischen Floskeln, Allgemeinplätzen und Wahlkampfgeplänkel das den jeweiligen Parteien zugrundeliegende Gesellschafts- und Menschenbild offenzulegen, das Utopische zu stärken und langfristige Visionen in das Zentrum der Aufmerksamkeit zu lenken. Die Vorträge wurden gemeinsam mit dem Publikum diskutiert, um auf diese Weise sowohl Trennendes als auch Verbindendes herauszuarbeiten.

Von den wahlwerbenden Parteien stellten sich folgende Vertreter der Diskussion: SPÖ: Selma Yildirim, ÖVP: Christoph Appler, Grüne: Heribert Insam, Neos: Julia Seidl. Bei der Moderation unterstützte  uns Matthias Sauermann von der Tiroler Tageszeitung.

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Für die Fotos sind wir Alena Klinger zu Dank verpflichtet: Homepage.

Termin 8: Über Freiheit gesprochen. Wie sich Autonomie
linguistisch erwägen lässt.

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03|12|17 Bei diesem Termin gab es gleich zwei Impulsvorträge zum Thema Freiheit. Der Anspruch von Manfred Kienpointner vom Institut für Sprachwissenschaften der Universität Innsbruck war, Konzepte von Freiheit nicht bloß analytisch-deskriptiv oder gar normativ zu erläutern, sondern auch darzustellen, auf welche Idee von Freiheit wir uns stützen, wenn wir darüber sprechen. Der Fokus seiner Präsentation lag auf einer überblicksartigen Darstellung unterschiedlicher Konzepte von Freiheit und deren Implikationen.

Das zweite Referat stammte von Helmut Staubmann, Soziologe sowie Dekan der Fakultät für Soziologie und Politikwissenschaften, und konzentrierte sich eher auf soziale und kulturelle Aspekte von Freiheit. Beide Referenten vertraten die Ansicht, dass sich die Freiheit des menschlichen Handelns stets innerhalb gewisser Bedingungen abspiele, deren genauere Betrachtung dabei helfe, das Konzept von Freiheit deutlicher werden zu lassen und Irrtümer zu beseitigen. Sowohl die Annahme radikaler Willensfreiheit sei abwegig als auch einseitig deterministische Konzepte; der Spielraum, innerhalb dessen wir uns als frei handelnde Akteure wahrnehmen, werde nicht zuletzt kulturell verhandelt.


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Für die Fotos sind wir Alena Klinger zu Dank verpflichtet: Homepage.

Termin 9: Henne und Ei: Ein praktisches Problem. Strukturen und Tendenzen unserer Lebensmittelindustrie

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28|01|18 An diesem Sonntag versuchte Markus Schermer, Professor für Soziologie an der LFU Innsbruck, an konkreten Beispielen der Landwirtschaft (insbesondere des Huhns) bedeutsame Konsequenzen und Probleme aufzuzeigen, die sich aus dem Auseinanderbrechen traditioneller Produktionsketten ergeben. Er erläuterte dabei Logiken von Kreislauf- und Subsistenzwirtschaften bis hin zu globalen Produktionsregimen, um die Grundlage für eine Diskussion zu liefern, wie man mit ihren Folgewirkungen umgehen könnte.

Mit ihm gemeinsam diskutierte Heinz Gstir, Obmann der Produzentenvereinigung Bio vom Berg, und lieferte dabei interessante Einblicke in faktische Gegebenheiten und Möglichkeiten der Lebensmittelproduktion.

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Für die Fotos sind wir Kelvyn Marte zu Dank verpflichtet: Homepage.

Sondertermin: Diskussion zur Landtagswahl 2018

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18|02|18 Anlässlich der bevorstehenden Landtagswahl waren alle demoskopisch relevanten Parteien zu einem Sondertermin bei Wie Wir Leben Wollen eingeladen. Wir befragten die parteipolitischen Repräsentanten zu den wichtigsten Zielen für die bevorstehende Legislaturperiode und wollten wissen, welche Form der Umsetzung sie sich wünschen würden. Der Debatte folgte anschließend eine offene Diskussion, um das Gehörte hinterfragen zu können. Wir hofften, hiermit tragfähige Konzepte bestärken und zugleich visionäres Potential sichtbar machen zu können.

 

Von den eingeladenen Parteien waren folgende Teilnehmende vertreten:

ÖVP: Dominik Berloffa
Grüne: Gebi Mair
SPÖ: Georg Dornauer
Neos: Christine Kittinger
Liste Fritz: Markus Sint
Die FPÖ ließ sich aus terminlichen Gründen entschuldigen.

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10. Termin: Zwischen Polyamorie und The One: Zum Wandel von Beziehungskonzepten in der Gegenwartsgesellschaft

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25|02|18 Diskussion und Vortrag kreisten diesmal um das Thema Polyamorie. „Polyamorie (aus dem griechischen „poly“ [viele] und dem lateinischen „amor“ [Liebe]) steht für „vielfache Liebe“. Es ist ein Oberbegriff für die Praxis, den Wunsch nach und die Akzeptanz von einvernehmlichen, verantwortungsvollen und achtsamen Liebesbeziehungen zu mehr als einem Menschen zur selben Zeit. Das geschieht mit dem Wissen und dem Einverständnis aller Beteiligten.“ (nach https://polyamory.at)

Für den Vortrag konnten wir Lenya Bock (Leipzig) gewinnen, die sich als Soziologin intensiv mit unterschiedlichen Formen polyamorer Beziehungen beschäftigt und dabei insbesondere für Paare mit Kindern interessiert hatte. Ihr zur Seite stand die Photographin Julia Kopylova (Kassel), die sich unter anderem im Rahmen einer photographischen Dokumentation mit polyamor lebenden Personen und Familien unterhalten hatte. Die Veranstaltung wurde bereichert durch eine Ausstellung zum Thema von Julia Kopylova, über die unter dem Titel „Hunting Unicorns – About living in several love relationships at the same time“ hier nachgelesen werden kann: http://juliakopylova.de.


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Für die Fotos sind wir Kelvyn Marte zu Dank verpflichtet: Homepage.

11. Termin: Open Source und D.I.Y.: Wege zu einer demokratischen Technisierung

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06|05|18 Die Potentiale der rasant fortschreitenden Technisierung sind scheinbar grenzenlos und betreffen nahezu alle Facetten unserer Gesellschaft. Doch so verlockend sie auch sein mögen, so schwierig ist es auch, die damit einhergehenden Gefahren abzuschätzen. So scheint technologische Entwicklung etwa untrennbar mit finanziellen Mitteln verbunden und zahlreiche Beispiele wie Google zeugen von bedrohlich wachsenden Monopolstellungen. In Kooperation mit dem Referat „Wissenschaft und Verantwortlichkeit“ von der Universität Innsbruck wurde erörtert, ob die Open Source Community eine mögliche Antwort auf solche Entwicklungen bieten und zu einer Demokratisierung in der Technologie beitragen könne. Kann der D.I.Y. (Do it yourself) Ansatz ein Gegengewicht zu drohender Entfremdung und Abhängigkeit darstellen?

Wir haben drei spannende Diskutanten_innen mit völlig unterschiedlichen Hintergründen finden können, um das Thema mit uns zu erörtern. Leonhard Dobusch (Impulsvortrag) forscht als Professor für Organisation an der Universität Innsbruck, u.a. zum Management digitaler Gemeinschaften und organisationaler Offenheit. Er ist unter anderem Mitglied des ZDF Fernsehrats und bloggt regelmäßig bei netzpolitik.org. Rocío Cachada Dibuja ist am Institut für Medien, Gesellschaft und Kommunikation (UIBK) tätig und hat sich auf vielfache Weise theoretisch wie praktisch mit freien Medien und Empowerment durch dieselben beschäftigt. Ulrich Metschl lehrt und forscht Philosophie an den Universitäten Innsbruck und München, unter anderem in den Bereichen der sogenannten Praktischen Philosophie und der Technikphilosophie. Auch Heinrich Pan vom Innsbrucker „fablab“ nahm an der Diskussion teil, um konkrete Projekte und Möglichkeiten von D.I.Y. aufzuzeigen.


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Für die Fotos sind wir Alena Klinger zu Dank verpflichtet: Homepage.

Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Leonhard Dobusch können wir überdies die Präsentationsfolien des Impulsvortrags anbieten.

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FÖRDERGEBER